Erdäpfel-Spinat-Bratlinge

Vegan bedeutet nicht, einfach verschiedene Gemüsesorten oder Getreidearten auf einen Teller zu werfen. Es bedeutet vielmehr, in der Küche mit den Dingen zu arbeiten, die die Erde uns schenkt. So geschehen bei folgendem Rezept. Ergebnis: ein echt steirisches, echt veganes Gericht, bei dem sogar echte „Fleischfresser“ schwach werden.

Erdäpfel-Spinatbratlinge
Michael Kramer

REZEPT

Zutaten:
800 g Früherdäpfel
500 g Spinat/Mangold
2 TL Garam Masala (indische Gewürzmischung)
1 TL Kreuzkümmelsamen
1 TL gemahlener Koriander
2 TL Kurkuma (Gelbwurz)
2 getrocknete, zerbröselte Chilis
1–2 EL Zitronen- oder Limettensaft
3–5 EL Kichererbsenmehl
Salz
Öl

Spinat bzw. Mangold waschen, die größeren Stiele entfernen, die Blätter blanchieren, anschließend gut abtropfen lassen, das Restwasser herausdrücken und die Blätter fein zerhacken.

Die Erdäpfel kochen und abschrecken. Danach in eine große Schüssel geben und mit Gewürzen, Zitronensaft, Kichererbsenmehl und Spinat bzw. Mangold mithilfe einer Gabel oder eines Stampfers gründlich mischen und zerstampfen.

Aus der Erdäpfelmischung acht flache Laibchen mit etwa 2,5 cm Dicke formen. In einer Bratpfanne etwas Öl auf mittlere Temperatur erhitzen und die Laibchen von jeder Seite etwa fünf bis acht Minuten anbraten.

Tipp: Wenn eine Seite goldbraun gebraten ist, den Bratling vorsichtig mit einem Pfannenwender umdrehen, um die Kruste nicht zu beschädigen. Zu den Bratlingen passen sehr gut Grillgemüse und ein Kräuterdip.

BLICK IN DEN KOCHTOPF

Die Erbse International
Die Erbse International 2
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Michael Kramer

aus dem Grazer Restaurant „Die Erbse International“

„Die Erbse International“ hat vor zwei Jahren am Grazer Griesplatz eröffnet und sich seitdem als veganes Feinschmeckerrestaurant einen Namen gemacht. Und obwohl der vegane Lebensstil an sich schon klimafreundlich ist, wird im Lokal selbst auch noch Wert auf Nachhaltigkeit gelegt: „Die Erbse ist ein Null-Budget-Projekt, ein aus Fundstücken und upgecycelten Materialien entstandener Raum, hier ist kein Küchengerät neu“, erklärt Küchenchef Michael Kramer.

Charmante Einrichtung und dabei köstliche (internationale) Speisen, wenn möglich regionaler Herkunft und saisonal, machen „Die Erbse International“ aus. Für die Zukunft plant Michael Kramer außerdem noch Kochkurse und möchte den veganen Lebensstil auch auf Festivals und Märkten präsentieren. Denn für ihn ist das mehr als nur Kochen, es ist Kunst: „Kochen ist eine der Urkünste. Und ich komme aus der Kunstszene und habe mich schon immer fürs Kochen interessiert“, erzählt er. Kein Wunder also, dass die Gerichte in der Erbse International kleine Kunstwerke sind.

Kontakt:

Die Erbse International, Griesplatz 4, 8020 Graz, T: 0664 797 05 16, mijeehl@yahoo.de